Yin und Yang – die Pole des Lebens

Gegensätze, die sich ergänzen

TaiJiYin und Yang – diese Begriffe sind auch hierzulande wohlbekannt. Was sich dahinter verbirgt, bleibt jedoch meist im Unklaren.

In den chinesischen Klassikern werden Yin und Yang als die zwei Qi bezeichnet. Damit sind allerdings nicht zwei voneinander getrennte Qi, sondern zwei Zustände des Einen gemeint.
Yin und Yang treten niemals getrennt voneinander auf. Sie ergänzen und bedingen einander in einem rhythmischen Wechsel. Keines der beiden ist wichtiger oder überlegen. In ihrem Wechselspiel zeigt sich die Weltordnung, zeitlich ebenso wie räumlich. Ohne das Wechselspiel von Yin und Yang gäbe es keine Wandlung im Universum und damit kein Leben.

Gemeinsam bilden Yin und Yang das TaiJi (auch Tai Chi oder Tai Ch’i geschrieben), das Symbol der “Zehntausend Dinge” des Dao De Jing (auch Tao Te King). Das Symbol ist hierzulande als “Yin-Yang-Zeichen” bekannt.
Yin wird durch den schwarzen Teil repräsentiert, Yang durch den weißen. Die zwei kleinen Punkte in jedem Bereich versinnbildlichen, dass jedes Yin stets einen Teil Yang enthält, und jedes Yang stets einen Teil Yin.

Im Feng Shui findet das Konzept von Yin und Yang bei der Gestaltung von Innenräumen und Außenanlagen Anwendung. Ein ausgewogenes Zusammenspiel von Yin- und Yang-Qi schafft ein harmonisches und kraftspendendes Umfeld.

Yin und Yang sind nicht direkt wahrnehmbar, offenbaren sich jedoch durch ihre Eigenschaften und Manifestationen:

Die Eigenschaften von Yin und Yang:

Beispiele für Manifestationen von Yin und Yang:

Literatur-Tipp:


Yin und Yang.

Frank Fiedeler. Diederichs 2003, Taschenbuch, 200 Seiten, € 10,95

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